Kauft oder verkauft Starinvestor Warren Buffett an einem Sell-Off-Day Aktien?

Nach über 200 Infektionen und den ersten Todesfällen in Italien sieht sich Europa der Gefahr einer zunehmenden Verbreitung des Coronavirus ausgesetzt. Am 24. Februar 2020 reagierten die Märkte auf die Hiobsbotschaften aus Italien mit deutlichen Abschlägen, die einem fast schon panikartigen Sell-Off gleichkommen. Börsenlegende Warren Buffett verriet in einem Fernsehinterview, ob er an diesem Tag Aktien kauft oder eher verkauft.

Wie sich die wichtigsten Indizes am 24. Februar 2020 entwickelten

Am 24. Februar 2020 konnte keiner der 30 DAX-Werte Gewinne für sich verbuchen. Der deutsche Aktienindex DAX schloss an dem Tag mit 13.035 Punkten und brach damit innerhalb eines Börsentages um 4 Prozent ein – ein Verlust von knapp 550 Zählern. Der Nebenwerteindex MDAX verlor 3,8 Prozent und verringerte sich damit auf 27.885 Punkte. Genauso starke Verluste verbuchte der TecDax, der ebenfalls um 3,8 Prozent auf 3.115 Punkte sank. Auf gesamteuropäischer Ebene ein ähnliches Szenario – der EuroStoxx50 hatte ein Minus von 4,1 Prozent auf 3.647 Punkte zu verbuchen.

Was Warren Buffett an einem Tag wie dem 24. Februar 2020 macht

Der im Jahr 1930 geborene Multimilliardär Buffett gehört zu den bekanntesten Finanzinvestoren überhaupt. Auch heute lässt der fast 90-jährige Börsenexperte andere Investoren gern an seinem Wissen über die Aktienmärkte teilhaben. Im US-amerikanischen Finanzsender CNBC beantwortete Buffett über mehrere Stunden hinweg Fragen zu seinem Vorgehen an der Börse und ob er an Tagen wie dem 24. Februar 2020 eher Aktien kauft oder verkauft.

CNBC befragte den als Orakel von Omaha bezeichneten Starinvestor zu seiner Meinung über die weit verbreiteten Sorgen um das Coronavirus und dessen Auswirkungen auf die Aktienmärkte. Buffett meinte, dass sich Anleger von den Schlagzeilen nicht zu sehr verunsichern lassen sollten. Starke Rücksetzer seien sogar positiv für die Anleger und auch Buffetts Investmentholding Berkshire Hathaway. Schließlich ermöglichen sie den Aktienkauf zu günstigeren Kursen. So führte er aus, dass diese Entwicklung tatsächlich gut für Berkshire Hathaway sei, da die Gesellschaft ein Nettokäufer von Aktien ist. Die meisten Menschen sollten zu niedrigeren Preisen Aktien kaufen wollen und so sollten sie wollen, dass es zeitweise zu einem sinkenden Markt kommt. Die gelte auch für ihn persönlich. Schließlich sei er jedes Jahr seit seinem 11. Lebensjahr ein Nettokäufer von Aktien.

Auf die Frage, ob Berkshire Hathaway am 24. Februar 2020 eher Aktien kaufen oder verkaufen werde, antwortete Buffett: „Wir werden mit Sicherheit nicht verkaufen. Es kann gut sein, dass wir heute kaufen werden.“